GM-Gläubiger kritisieren Tausch-Lösung als unfair

Mon Apr 27, 2009 10:56pm BST
 
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Detroit, 27. Apr (Reuters) - Die Gläubiger der angeschlagenen Opel-Mutter General MotorsGM.N haben den vorgeschlagenen Eintausch ihrer Schulden gegen Unternehmensanteile kritisiert. Die Geldgeber des Konzerns seien über die jüngsten Entwicklungen zutiefst besorgt, erklärte die von den Schuldinhabern gebildete Interessensvertretung am Montag. Der Vorschlag lasse jede Fairness gegenüber den Gläubigern vermissen. Die Arbeitsgruppe der Regierung und GM selbst hätten keine Bereitschaft zu ernsthaften Verhandlungen über eine einvernehmliche Lösung gezeigt.

Mit dem Tauschangebot unternimmt der ehemals weltgrößte Autobauer einen letzten Anlauf, seinen Schuldenberg so weit zu reduzieren, dass er als überlebensfähig gilt und in den Genuss weiterer Staatshilfen kommt. Dem am Montag vorgelegten Konzept zufolge müssen die Geldgeber bis in vier Wochen mindestens 90 Prozent ihrer Forderungen anbieten. Dafür sollen sie bis zu zehn Prozent GM-Anteile bekommen. Die US-Regierung hat GM für ein tragfähiges Konzept eine Frist bis zum 1. Juni gesetzt. Der Sanierungsplan sieht neben den Zugeständnissen der Gläubiger auch drastische Einschnitte auf Belegschaftsseite vor.

(Reporter: Patrick Worsnip; bearbeitet von Angelika Stricker; redigiert von Andreas Kröner)

 

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