May 22, 2020 / 9:37 PM / in 5 days

FOKUS 5-Konflikt mit China trübt Stimmung an US-Börsen

* Anleger auch vor langem Wochenende vorsichtig

* HPE sacken nach schwachen Zahlen ab (neu: Schlusskurse)

New York, 22. Mai (Reuters) - Die Furcht vor einem Wiederaufflammen des Handelsstreits USA/China hat die Wall Street am Freitag belastet. Erst zum Handelsschluss wagten sich Investoren zumindest etwas aus der Deckung. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte kam dennoch kaum vom Fleck und beendete den Handel wenig verändert bei 24.465 Punkten. Der breiter gefasste S&P 500 schloss 0,2 Prozent höher mit 2955 Zählern. Der Index der Technologiebörse Nasdaq legte 0,4 Prozent zu auf 9324 Punkte.

Auf die Stimmung schlug das von China geplante Sicherheitsgesetz in Hongkong, das das Verhältnis mit den USA zusätzlich belaste könnte. Börsianer fürchten eine erneute Eskalation mit gegenseitigen Strafzöllen und weiteren Sanktionen. Die Börsen seien anfällig für Rückschläge, sagte Stratege Andrea Cicione vom Analysehaus TS Lombard. “Nach dem Schock des Covid-19-Lockdowns müssen wir eine Rezession mit hoher Arbeitslosigkeit, niedrigen Investitionen und geringer Nachfrage durchmachen, und das ist nicht das, was derzeit eingepreist ist.”

Anleger wagten auch angesichts des bevorstehenden langen Wochenendes nicht viel. Am Montag bleiben die US-Börsen wegen eines Feiertages geschlossen. Auch in Europa nahmen Anleger am Ende einer starken Börsenwoche Gewinne mit. Der Dax ging marginal höher bei 11.073 Punkten aus dem Handel.

HPE ENTTÄUSCHT IM QUARTAL

Aktienanleger warfen unter anderem Hewlett Packard (HPE) nach enttäuschenden Zahlen aus den Depots. Die Aktien des Informationstechnik-Konzerns fielen um etwa elf Prozent. HPE fuhr im abgelaufenen Quartal größere Umsatz- und Ergebnisrückgänge ein als erwartet. Die Firma will die Kosten bis 2022 um mindestens eine Milliarde Dollar senken und die Basis-Bezüge des Top-Managements kappen, um die Folgen der Virus-Krise abzufedern.

Papiere von Foot Locker verloren mehr als acht Prozent. Der Schuhhandelskonzern vergraulte Anleger mit einem Umsatzschwund von 43 Prozent und einer Dividendenaussetzung. Auch der Verlust fiel deutlich höher aus als erwartet, nachdem die Geschäfte wegen der Pandemie geschlossen bleiben mussten.

Die hohe Nachfrage nach Cloud-Software trieb hingegen Splunk um fast 13 Prozent nach oben. Der Software-Hersteller profitiert davon, dass mehr Menschen von Zuhause arbeiten.

Reporter: Ambar Warrick, geschrieben von Anika Ross und Christian Rüttger, redigiert von Ralf Bode. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an die Redaktionsleitung unter den Telefonnummern 069-7565 1236 oder 030-2888 5168

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