April 26, 2020 / 9:34 AM / a month ago

VIRUS-TICKER-Behörden - Alle Corona-Krankenhauspatienten in Wuhan entlassen

26. Apr (Reuters) - Das Coronavirus breitet sich weiter aus. Es folgen aktuelle Entwicklungen:

09.35 Uhr - In der chinesischen Großstadt Wuhan, von wo die Virus-Pandemie ihren Ausgang nahm, liegt nun nach Angaben der Behörden kein Corona-Patient mehr im Krankenhaus. Alle Corona-Patienten in Wuhan seien entlassen worden, teilt ein Sprecher der Nationalen Gesundheitskommission mit. Aus der Stadt waren insgesamt 46.452 Fälle gemeldet worden, was 56 Prozent aller Fälle in ganz China entsprach. 3869 Menschen starben nach offiziellen Angaben in Wuhan, das sind 84 Prozent aller Todesfälle in China.

09.15 Uhr - Die australische Regierung wirbt für die Anwendung einer freiwilligen, aber bei Datenschützern umstrittenen App zur Nachverfolgung von Infizierten und Auswertung potenzieller Ansteckungen. “Sie wird uns helfen, zur Normalität und der australischen Lebensweise zurückzukehren”, sagt Gesundheitsminister Greg Hunt in einer Fernsehübertragung anlässlich des heutigen Starts der App. Man komme im Kampf gegen das Virus voran. “Aber wir haben noch nicht gewonnen.” Hunt versichert, dass die erhobenen Daten sicher seien. Die Regierung hofft, dass mindestens 40 Prozent der Bevölkerung bei dem Projekt mitmachen.

09.00 Uhr - In Deutschland ist die Zahl der Corona-Infektionen nach Angaben des Robert-Koch-Instituts binnen eines Tages um 1737 auf 154.175 gestiegen. Zudem seien weitere 140 Menschen gestorben, insgesamt liege die Totenzahl damit bei 5640. Etwa 112.000 an Covid-19 Erkrankte seien inzwischen genesen, das sei ein Plus von ungefähr 2200 im Vergleich zum Vortag.

08.40 Uhr - Die Zahl der Neuinfektionen in Singapur steigt weiter an. Das Gesundheitsministerium meldet 931 zusätzliche Fälle nach 618 am Samstag. Insgesamt sind damit bislang 13.624 Erkrankungen bestätigt. Der Stadtstaat, in dem 5,7 Millionen Menschen leben, hat mittlerweile eine der höchsten Infektionsraten in Asien. Bei den Neuerkrankten handelt es sich nach Angaben des Ministeriums abermals überwiegend um Gastarbeiter. Mehr als 300.000 leben in Wohnheimen auf teils engstem Raum zusammen.

02.34 Uhr - China hat am Samstag elf neue Corona-Fälle registriert - einen weniger als am Vortag. Neue Todesopfer in Verbindung mit dem Virus habe es nicht gegeben, geht aus den am Sonntag veröffentlichten amtlichen Daten der Nationalen Gesundheitskommission hervor. Fünf der neuen Infektionen wurden in der nordöstlichen Grenzregion Heilongjiang festgestellt, eine weitere in der südöstlichen Provinz Guangdong. Die restlichen fünf Fälle seien importiert worden. Die Gesamtzahl der bekanntgewordenen Infektionen steigt damit auf 82.827, die der Todesopfer wird mit 4632 angegeben.

02.20 Uhr - Argentinien verlängert die landesweite Quarantäne bis zum 10. Mai. Das teilt das Büro von Präsident Alberto Fernandez mit. Die von der Regierung Mitte März in Kraft gesetzte Maßnahme sollte eigentlich am Sonntag auslaufen. Das Land hat bislang 3780 Coronavirus-Infektionen und 185 Todesfälle gemeldet. Es ist bislang weniger stark von der Pandemie betroffen als andere südamerikanische Länder wie Peru, Chile und Brasilien.

01.54 Uhr - Der Autobauer Tesla ruft einem Medienbericht zufolge in der kommenden Woche erste Mitarbeiter zurück in sein Montagewerk nahe San Francisco. Das berichtet die Nachrichtenagentur Bloomberg. Das Unternehmen hatte zuvor mitgeteilt, den normalen Betrieb am 4. Mai wieder aufnehmen zu wollen. Tesla hatte am 24. März die Produktion in seinem kalifornischen Werk in Fremont eingestellt.

01.20 Uhr - Französische Schulkinder im Alter von elf bis 18 Jahren sollen dem Wissenschaftsrat der Regierung zufolge wegen der Corona-Pandemie Schutzmasken tragen. Auch Lehrer sollen Masken benutzen, empfiehlt der Rat. Bildungsminister Jean-Michel Blanquer betonte, dass die Vorschläge bei den Überlegungen zur Wiedereröffnung der Schulen am 11. Mai berücksichtigt werden. Frankreich verfolgt seit Mitte März sehr strenge Ausgangsbeschränkungen, mit denen die Ausbreitung des Coronavirus eingedämmt werden soll. Die Regierung hofft, das Land ab dem 11. Mai schrittweise wieder zu öffnen.

00.01 Uhr - Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) erwartet angesichts der dramatischen Entwicklung der Luftfahrtbranche weitreichende Einschnitte. “Es wird zu einer weltweiten Neuordnung kommen”, sagte Scheuer “Welt am Sonntag”. “Flughäfen, Flugzeugbauer, Airlines – für Deutschland müssen wir stützen und schützen.” Scheuer geht davon aus, dass sich durch die Krise das Verbraucherverhalten nachhaltig verändern wird. “Der Corona-bedingte Mobilisierungsschub hat Auswirkungen auf die Mobilität vor allem der Geschäftsreisenden. Videokonferenzen werden zur Normalität”, ergänzte der Minister.

00.00 Uhr - Städte und Gemeinden müssen sich in diesem Jahr auf gewaltige Belastungen durch die Corona-Pandemie vorbereiten. “Es zeichnet sich heute schon ab, dass die Kommunen durch die Krise um mehr als 15 Milliarden Euro belastet werden”, sagte Burkhard Jung, Präsident des Deutschen Städtetages, “Welt am Sonntag”. Hohe Einbußen seien vor allem bei der Gewerbesteuer zu erwarten, der wichtigsten kommunalen Steuer. Verluste gebe es auch durch höhere Ausgaben infolge der Pandemie. Die Bertelsmann Stiftung geht in einer Berechnung, die der Zeitung vorliegt, sogar von noch höheren Fehlbeträgen aus. Bei einem Rückgang der Wirtschaftsleistung um 5,7 Prozent – wie einst in der Finanzkrise – fehlten den Kommunen allein Einnahmen aus der Gewerbe- und Einkommensteuer in Höhe von 13 Milliarden Euro, bei einem Einbruch des Bruttoinlandsprodukts um 20 Prozent, wie ihn das Münchner Ifo-Institut in seiner düstersten Prognose prophezeit, seien sogar Steuerausfälle von 46 Milliarden Euro zu erwarten. (Zusammengestellt von der Reuters-Redaktion in Berlin. Bei Rückfragen wenden Sie sich an die Redaktionsleitung unter der Telefonnummer +49 30 2888 5168.)

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