May 20, 2020 / 7:42 AM / 9 days ago

VIRUS-TICKER-EU-Aufsicht ESMA fordert von Konzernen Details zu Corona-Folgen

20. Mai (Reuters) - Das neuartige Coronavirus breitet sich weiter aus. Es folgen aktuelle Entwicklungen:

09.38 Uhr - Die europäische Finanzmarktaufsicht ESMA befürchtet offenbar, dass Unternehmen bei ihrer Berichterstattung die Effekte der Corona-Krise zu oberflächlich abhandeln. In ihren Halbjahresberichten müssten die Konzerne relevante und verlässliche Informationen zu den Auswirkungen der Krise und den möglichen Folgen liefern, betont die Behörde. Insbesondere müssten sie darlegen, wenn die Krise existenzbedrohend sei. Die ESMA und die nationalen Aufseher würden genau beobachten, ob die Unternehmen den Empfehlungen Folge leisten und diese gegebenenfalls durchsetzen. In Deutschland legen die meisten Konzerne ihre Halbjahresberichte zwischen Mitte Juli und Mitte August vor.

08.31 Uhr - Die spanische Regierung schreibt das Tragen von Mund-Nasen-Schutzmasken in der Öffentlichkeit vor. Die Regelung gelte in dem schwer von der Corona-Krise getroffenen Land für alle Menschen mit einem Alter von über sechs Jahren. In geschlossenen öffentlichen Räumen müssen Masken getragen werden, im Freien gilt die Pflicht dann, wenn ein Mindestabstand von zwei Metern nicht eingehalten werden kann.

08.10 Uhr - Das Deutsche Kinderhilfswerk ruft Bund, Länder und Kommunen auf, Schulen und Kitas wieder vollständig zu öffnen. “Die bisherigen eingeschränkten Lockerungen führen dazu, dass nach wie vor sehr viele Kinder nicht in die Kita und nur sehr eingeschränkt in die Schule können”, sagt Thomas Krüger, Präsident des Deutschen Kinderhilfswerkes. Dies sei ein “schwerer Eingriff in ihre Lebenswelt, in ihre Grundrechte und ihre psycho-soziale Entwicklung”. Eine Öffnung von Kitas und Schulen unter angemessenen Schutzvorgaben sei nun “der logische nächste Schritt”. Vier medizinische Fachgesellschaften - die Deutsche Gesellschaft für Krankenhaushygiene, die Deutsche Gesellschaft für Pädiatrische Infektiologie, die Deutsche Akademie für Kinder- und Jugendmedizin, die Gesellschaft für Hygiene, Umweltmedizin und Präventivmedizin und der Berufsverbands der Kinder- und Jugendärzte - hatten am Vortag ebenfalls eine Öffnung von Schulen und Kitas gefordert.

08.00 Uhr - Die Betriebsschließungen wegen der Corona-Pandemie haben bei den Restaurants und Hotels in Deutschland für einen drastischen Umsatzrückgang gesorgt. Die Erlöse des Gastgewerbes fielen im März binnen Jahresfrist um rund 45 Prozent, wie das Statistische Bundesamt mitteilt und auf Schritte zur Eindämmung des Virus hinweist. “Alle Branchen des Gastgewerbes wiesen infolge dieser Maßnahmen die größten Umsatzeinbußen seit dem Beginn der Zeitreihen im Jahr 1994 auf.”

07.56 Uhr - Die Schulen in Polen bleiben einem Regierungssprecher zufolge voraussichtlich bis Ende Juni zu. Dann beginnen dort die Sommerferien. Die Schulen in Polen sind seit März geschlossen, damals war in dem Land der erste Corona-Fall festgestellt worden. Vom 25. Mai an sollen jüngere Kinder wieder betreut werden, Unterricht soll es aber weiter nur über das Internet zu Hause geben.

05.23 Uhr - Das Robert-Koch-Institut meldet 797 Neuinfektionen und damit den elften Tag in Folge weniger als 1000 neue Fälle. Damit steigt die Gesamtzahl der nachgewiesenen Ansteckungen in Deutschland auf 176.007, wie das RKI mitteilt. Die Zahl der Todesfälle legt binnen 24 Stunden um 83 auf 8090 zu. Die Zahl der nachweislich Genesenen liegt dem RKI zufolge bei etwa 156.900, rund 1200 mehr als am Vortag.

05.12 Uhr - Nach dem Finanzierungsvorschlag von Bundeskanzlerin Angela Merkel und Frankreichs Staatspräsident Emmanuel Macron für ein Corona-Wiederaufbauprogramm warnt die CSU davor, die Ausweitung des EU-Haushalts als regelmäßige Finanzierungsquelle zu etablieren. “Es darf kein Präzedenzfall geschaffen werden”, sagte der europapolitische Sprecher der Unions-Bundestagsfraktion, Florian Hahn (CSU) dem “Redaktionsnetzwerk Deutschland” (RND, Mittwochsausgaben). “Das kann nur eine einmalige Lösung sein.” Es müssten noch rechtliche Fragen geklärt werden, sagte Hahn.

03.35 Uhr - China meldet nach Angaben der nationalen Gesundheitskommission fünf neue Coronavirus-Fälle binnen 24 Stunden, nach sechs einen Tag zuvor. Vier der neuen Fälle seien auf lokale Übertragungen zurückzuführen, einer stamme von einem sogenannten “importierten Fall”, an dem ein Reisender aus Übersee beteiligt sei, so die Kommission in einer Erklärung. Die Gesamtzahl der Covid-19-Infektionen in China steigt nach offiziellen Angaben auf 82.965, die Zahl der Todesopfer bleibt unverändert bei 4634.

02.05 Uhr - Kolumbiens Präsident Ivan Duque verlängert zum vierten Mal die landesweite Ausgangssperre. Die Beschränkung gelte nun eine weitere Woche bis zum 31. Mai, erklärt Duque. Das Andenland hat nach offiziellen Angaben fast 17.000 bestätigte Coronavirus-Fälle und verzeichnet mehr als 600 Todesfälle. Der Gesundheitsnotstand des Landes, der am 31. Mai enden sollte, werde zudem bis Ende August verlängert, fügt Duque hinzu.

01.09 Uhr - US-Präsident Donald Trump ordnet an, dass die Regulierung der Wirtschaft zurückgefahren wird. Er habe die Behörden angewiesen, “unnötige Vorschriften zu beseitigen, die die wirtschaftliche Erholung behindern”, sagt Trump. Das Dekret soll seiner Ansicht nach der Wirtschaft helfen, sich von den Auswirkungen der Coronaviruskrise zu erholen.

00.45 Uhr - Brasilien verzeichnet nach offiziellen Angaben einen neuen Negativrekord von 1179 Todesfällen binnen 24 Stunden. Die Zahl der Todesopfer vom Dienstag ist das erste Mal, dass Brasilien mehr als 1.000 Tote an einem Tag registriert. Insgesamt sind laut Gesundheitsministerium 17.971 Menschen an den Folgen von Covid-19 gestorben. Die Zahl der bestätigten Fälle steigt um 17.408 auf 271.628.

00.31 Uhr - Die USA verlängern die Reisebeschränkungen nach Mexiko und Kanada um weitere 30 Tage. “Nicht-wesentliche Reisen werden erst dann erlaubt sein, wenn die Regierung davon überzeugt ist, dass es sicher ist”, teilt das US-Heimatschutzministerium mit. “Wir stehen mit unseren kanadischen und mexikanischen Kollegen in Kontakt und sind uns einig, dass die Verlängerung dieser Beschränkungen zu diesem Zeitpunkt das Richtige ist.” Die Reisebeschränkungen sollten ursprünglich am Mittwoch aufgehoben werden, sie gelten nun bis zum 22. Juni.

Zusammengestellt von der Reuters-Redaktion in Berlin. Bei Rückfragen wenden Sie sich an die Redaktionsleitung unter der Telefonnummer +49 30 2888 5168

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