May 2, 2020 / 11:24 AM / 24 days ago

VIRUS-TICKER-Mehr als 25.000 Todesfälle in Spanien

02. Mai (Reuters) - Das Coronavirus breitet sich weiter aus. Es folgen aktuelle Entwicklungen:

12.02 Uhr - In Spanien steigt die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem neuartigen Coronavirus auf mehr als 25.000. Das Gesundheitsministerium meldet einen Zuwachs um 276 auf 25.100. Die Zahl der bestätigten Infektionen legt um 1366 zu auf 216.582. Spanien ist eines der von dem Virusausbruch am stärksten betroffenen Länder weltweit. Allmählich werden die Einschränkungen des öffentlichen Lebens aber wieder vorsichtig gelockert. Nach einem siebenwöchigem Verbot dürfen Erwachsene mittlerweile wieder draußen Sport machen. In Barcelona drehen Jogger und Fahrradfahrer ihre Runden in Strandnähe, im Wasser sind Surfer und Paddelbootfahrer unterwegs.

11.42 Uhr - Der CDU-Politiker Friedrich Merz fordert, den Unternehmen in der Coronakrise mehr Planungsmöglichkeiten zu geben. “Der Wirtschaft muss man eine Perspektive eröffnen”, sagt Merz, der sich um den CDU-Vorsitz bewirbt, dem Nachrichtenportal Zeit Online. Der Gastronomie etwa müsse man “sagen, an dem und dem Datum könnt ihr unter diesen oder jenen Auflagen wieder aufmachen, wenn die Lage bis dahin stabil bleibt”. Zugleich plädiert er für ein besseres “Erwartungsmanagement” der Politik. “Der Staat muss einfach zugeben und sagen: Wir können in dieser Krise nicht allen helfen.” In diesem Zusammenhang lobt Merz Österreichs konservativen Kanzler Sebastian Kurz: “Mir gefällt die offene, gerade Kommunikation von Sebastian Kurz schon sehr gut.”

11.27 Uhr - In Russland steigt die Zahl der Infektionen nach Behördenangaben um 9623 auf 124.054. Das ist der bislang größte Zuwachs binnen 24 Stunden in dem Land. Die Totenzahl legt um 57 auf 1222 zu.

09.23 Uhr - In Indien müssen alle Beschäftigten des öffentlichen Dienstes und der Privatwirtschaft eine Corona-Tracing-App nutzen. Diese Anordnung macht das Innenministerium bekannt. Die von Behörden entwickelte App soll Nutzer warnen, wenn sie mit Personen in Kontakt gekommen sein könnten, bei denen später Covid-19 festgestellt wurde oder ein starker Verdacht auf diese Erkrankung besteht. Die Regierung von Ministerpräsident Narendra Modi beginnt damit, die Einschränkungen des öffentlichen Lebens in gewissen Bereichen zu lockern. Die App gehört zu den verstärkten Kontrollmaßnahmen, mit denen die Lockerungen flankiert werden.

09.04 Uhr - In China stemmt sich die Provinz Heilongjiang gegen ein Wiederaufflammen der Epidemie. Während in den restlichen Landesteilen Einschränkungen gelockert werden, verstärkt die Provinzhauptstadt Harbin mit zehn Millionen Einwohnern ihre Maßnahmen. Dort dürfen Speiselokale vorübergehend keine Mahlzeiten mehr in ihren Innenräumen ausgeben, wie der staatliche Sender CCTV unter Berufung auf eine Anordnung der Behörden berichtet. Die Provinz grenzt an Russland. Von dort wurden viele der in Heilongjiang festgestellten Infektionen eingeschleppt. Daher hat die Provinzregierung bereits bestimmte Einreisesperren verhängt.

06.37 Uhr - Singapur will in den kommenden Wochen damit beginnen, die Einschränkungen des öffentlichen Lebens zu lockern. Gesundheitsminister Gan Kim Yong kündigt an, dass ab dem 12. Mai Geschäftstätigkeiten in den eigenen vier Wänden, Wäschedienste und Friseure die Arbeit wiederaufnehmen dürfen. Ab dem 19. Mai sollen erste Schüler in kleinen Gruppen wieder in die Schule gehen.

05.30 Uhr - Industriepräsident Dieter Kempf hat vor gravierenden Folgen gewarnt, sollten die Kontaktsperren in der Corona-Krise weiter verlängert werden. “Jede Woche eines Shutdowns kostet die deutsche Volkswirtschaft einen mittleren zweistelligen Milliardenbetrag an Wertschöpfung”, sagte Kempf den Zeitungen der “Funke Mediengruppe”. “Ein derartiger Einschnitt lässt sich nicht über Monate aushalten und erzeugt massive Wohlstandsverluste und dauerhaften Schaden in Wirtschaft und Gesellschaft.” Die Politik müsse kontinuierlich daran arbeiten, den Wiedereinstieg so schnell und so verlässlich sicherzustellen, wie es möglich sei, verlangte der Präsident des Industrieverbands BDI - und stellte ein Ultimatum: “Unsere Unternehmen wollen und müssen wissen, in welchen Stufen das gesellschaftliche und wirtschaftliche Leben wieder anlaufen soll – und zwar nach dem Treffen der Bundeskanzlerin mit den Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten am 6. Mai.” Ziel müsse ein verbindlicher Planungshorizont für die Fimen sein.

04.55 Uhr - In Deutschland ist die Zahl der festgestellten Infektionen um 945 auf 161.703 gestiegen, wie das Robert-Koch-Institut (RKI) mitteilt. Die Zahl der Covid-19-Todesfälle legt um 94 auf 6575 zu.

04.42 Uhr - Bis zum 1. Mai wurden wegen der Coronavirus-Pandemie mehr als 550.000 EU-Bürger aus dem Ausland zurückgeholt. “Als der Gesundheitsnotstand weltweit seinen Höhepunkt erreicht hatte, waren viele Europäer im Ausland gestrandet und konnten nicht nach Europa zurückkommen. Davon waren rund 600.000 unserer Bürger betroffen,” sagte der EU-Außenbeauftragte Josep Borrell der “Welt”. Rund 50.000 sitzen den Angaben zufolge noch fest. Die Rückkehr der verbliebenen Europäer sei besonders schwierig. So erteile Marokko beispielsweise bis heute kaum Landegenehmigungen. Auf den Philippinen, in Kamerun und in Indien könnten die EU-Bürger nur schwer zum Flughafen gelangen, weil weiterhin sehr strenge Ausgangsbeschränkungen gelten.

04.11 Uhr - Der US-Medienkonzern NBCUniversal erwägt einem Medienbericht zufolge angesichts der Corona-Pandemie massive Stellenstreichungen. In dieser Woche hätten im Unternehmen bereits die Beratungen über Kostensenkungen einschließlich Entlassungen begonnen, berichtet das “Wall Street Journal” (WSJ) unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertrauten Personen. NBCUniversal bekommt die Pandemie deutlich zu spüren, da seine Kinos und Themenparks geschlossen wurden. Zum Konzern gehören Sender, Themenparks, Film- und Fernsehstudios, Produktionsgesellschaften sowie digitale Plattformen. Bei NBC Universal war zunächst keine Stellungnahme zu erhalten.

03.30 Uhr - China meldet nur einen neuen Coronavirus-Fall nach zwölf einen Tag zuvor. Laut Angaben der nationalen Gesundheitskommission trat die Krankheit bei einem Einreisenden auf. Die Gesamtzahl der bestätigten Infektionen beläuft sich damit auf 82.875. Die Zahl der Todesopfer stagniert bei 4633.

03.02 Uhr - US-Präsident Donald Trump hat im Streit über die Rolle der Volksrepublik beim Ausbruch des Coronavirus der chinesischen Regierung erneut mit Zöllen gedroht. Die Verhängung von Zöllen sei “sicherlich eine Option”, sagte Trump am Freitag. Die USA seien nicht glücklich mit dem, was passiert sei. Die Situation auf der gesamten Welt sei schlimm. Insidern zufolge stellt die US-Regierung bereits eine Liste mit Vergeltungsmaßnahmen gegen die Volksrepublik zusammen. Die USA und China hatten sich unter Trump bis zum Abschluss eines Handelsabkommens gegenseitig mit Zöllen überzogen. Trump hatte am Vortag gesagt, dass das Coronavirus seinen Ursprung in einem chinesischen Forschungslabor genommen haben könnte.

02.25 Uhr - In Mexiko ist die Zahl der Infektionen innerhalb von 24 Stunden um 1515 auf 20.739 gestiegen. Das teilt das Gesundheitsministerium des Landes mit. Die Zahl der Todesopfer erhöhte sich um 113 auf 1972.

01.08 Uhr - US-Präsident Donald Trump hofft auf weniger als 100.000 Tote in den USA durch die Coronavirus-Pandemie. Die USA würden hoffentlich unter dieser Marke bleiben, sagt Trump. Es sei dennoch eine “schreckliche Zahl”. Am Montag hatte er angedeutet, dass lediglich 60.000 bis 70.000 Menschen dem Virus zum Opfer fallen könnten. Bis Freitagnachmittag waren bereits mehr als 63.000 US-Bürger an dem neuartigen Virus gestorben.

00.30 Uhr - Der britische Triebwerkshersteller Rolls-Royce will einem Medienbericht zufolge wegen der Luftfahrt-Krise infolge der Coronavirus-Pandemie bis zu 8000 Stellen streichen. Spitzenmanager des Unternehmens hätten damit begonnen, einen Restruktukturierungsplan auszuarbeiten, der die Belegschaft von rund 52.000 um bis zu 15 Prozent reduzieren könnte, berichtet die “Financial Times”. Bei Rolls-Royce war zunächst keine Stellungnahme zu erhalten. (Zusammengestellt von der Reuters-Redaktion in Berlin. Bei Rückfragen wenden Sie sich an die Redaktionsleitung unter der Telefonnummer +49 30 2888 5168)

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