April 25, 2020 / 10:28 PM / a month ago

VIRUS-TICKER-Spanien will Spaziergänge und Joggen erlauben

25. Apr (Reuters) - Das Coronavirus breitet sich weiter aus. Es folgen aktuelle Entwicklungen:

23.05 Uhr - Der spanische Ministerpräsident Pedro Sanchez stellt weitere Lockerungen der Ausgangssperre in Aussicht. Sollte sich der Verlauf der Pandemie des Coronavirus weiter abschwächen, seien Spaziergänge mit Familienangehörigen und individuelle Sportbetätigung im Freien von 2. Mai an möglich, sagte Sanchez in einer TV-Ansprache. Am kommenden Montag dürfen Kinder in Spanien zum ersten Mal seit sechs Wochen wieder nach draußen.

22.50 Uhr - Wegen der sinkenden Zahl von Gütertransporten in der Corona-Krise droht einem Medienbericht zufolge dem Bund bei der Lkw-Maut in diesem Jahr ein Einnahmenausfall in hoher dreistelliger Millionenhöhe. Allein im Monat April, in dem sich der umfassende “Shutdown” in der Wirtschaft vollständig auswirkt, könnte sich das Minus auf rund 100 Millionen Euro summieren, berichtet die “Frankfurter Allgemeine Zeitung”. Hochgerechnet auf die kommenden Monate wäre schnell ein Betrag erreicht, der die ursprünglich für ein gesamtes Jahr kalkulierten Einnahmen aus der geplatzten Pkw-Maut deutlich übersteige.

22.10 Uhr - Frankreichs Premierminister Edouard Philippe will am Dienstag im Parlament die Exit-Strategie der Regierung aus den Corona-Krisenmaßnahmen vorstellen. Das teilt sein Büro mit. Bis zum 11. Mai gelten in Frankreich strikte Ausgangsbeschränkungen.

21.01 Uhr - Zur Ankurbelung der Wirtschaft nach der Coronakrise haben die Grünen eine weitgehende Abschaffung der EEG-Umlage ins Gespräch gebracht. “Zur Unterstützung von Selbständigen, mittelständischen Unternehmen sowie Bürgerinnen und Bürgern sollte die EEG-Umlage um fünf Cent je Kilowattstunde gesenkt werden”, schreiben die Parteivorsitzenden Annalena Baerbock und Robert Habeck in einem Gastbeitrag für die “Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung” (F.A.S.). Das entspricht einer Verringerung um rund 75 Prozent, der durchschnittliche Strompreis in Deutschland würde dafür um ungefähr ein Sechstel sinken. Bei sinkenden Strompreisen würden Elektroautos, Wärmepumpen oder Wasserstoff-Anwendungen wirtschaftlicher. Das sei gut für den nötigen Innovationsschub.

20.00 Uhr - Mehr als 200.000 Menschen weltweit sind einer Reuters-Zählung zufolge inzwischen nachweislich in Folge einer Covid-19-Erkrankung gestorben. In den kommenden Tagen dürften sich rund drei Millionen Menschen mit dem neuartigen Coronavirus infiziert haben.

19.00 Uhr - Die Zahl der neuen Todesfälle in Frankreich steigt nach Angaben des Gesundheitsministeriums um 369 auf 22.614.

18.42 Uhr - In der Türkei sind 2861 neue Infektionen und 106 weitere Todesfälle bekannt. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums liegt die Totenzahl damit insgesamt bei 2706. Zudem wurden insgesamt 107.773 Menschen infiziert.

18.30 Uhr - In Italien steigt die Zahl der bekannten Neuinfektionen langsamer. Das Katastrophenschutzamt gibt 2357 neue Fälle bekannt nach 3021 am Vortag - insgesamt damit 195.351. Die Zahl der Todesfälle erhöhte sich um 415 auf insgesamt 26.384.

18.10 - In britischen Krankenhäusern ist die Zahl der Coronavirus-Toten binnen 24 Stunden um 813 auf 20.319 gestiegen. Das gibt das Gesundheitsministerium in London bekannt.

17.59 Uhr - Vor ihrem kleinen Parteitag am kommenden Samstag erheben die Grünen eine Reihe von Forderungen, um die ökonomischen und sozialen Folgen der Corona-Krise besser zu bekämpfen. “Vom jetzt aufgespannten Schutzschirm werden zu viele noch nicht erfasst”, schreiben die Parteivorsitzenden Annalena Baerbock und Robert Habeck in einem Gastbeitrag für die “Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung.” Konkret verlangt die Partei demnach ein Kurzarbeitergeld für Solo-Selbständige in Höhe von 55 Prozent des jeweiligen Steuergewinns der letzten Jahre - maximal 1500 Euro. Bislang fällt diese Personengruppen sofort in Hartz IV. Außerdem soll es für Eltern, die wegen fehlender Kinderbetreuung nicht arbeiten können, ein Corona-Elterngeld geben und für Hartz-IV-Empfänger einen krisenbedingten Sonderbedarf von 100 Euro für Erwachsene und 60 Euro für Kinder.

13.30 Uhr - Die Zahl der Todesfälle in Spanien ist wieder etwas stärker gewachsen als zuletzt. Am Samstag wuchs die Zahl um 378 auf 22.902, wie die Zeitung “El Pais” berichtete. Tags zuvor waren 367 neue Sterbefälle gemeldet worden, das war der niedrigste Wert in diesem Monat. Die Zahl der Corona-Infektionen im dem Land stieg demnach auf 223.759 von 219.764 am Vortag.

11.55 Uhr - Bundeskanzlerin Angela Merkel fordert im Zusammenhang mit dem geplanten EU-Wiederaufbaufonds, dass dessen Ausgaben für Zukunftsaufgaben verwendet werden. Dieser Fonds müsse eng mit dem nächsten EU-Finanzrahmen bis 2027 abgestimmt werden. “Wir wollen das, damit wir auch in die Zukunft investieren können, und das heißt in den Klimaschutz ..., in die Digitalisierung und auch in strategische Fähigkeiten, die Europa braucht.” Ziel müsse es dabei sein, dass die EU etwa in der Maskenproduktion “nicht nur von Ländern außerhalb der Europäischen Union abhängig” ist. Deutschland werde sich beim EU-Haushalt “sehr viel mehr engagieren müssen”, als das in den bisherigen Planungen der Fall gewesen sei, betont die Kanzlerin in ihrem wöchentlichen Podcast.

11.45 Uhr - Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation WHO gibt es bislang keine Belege dafür, dass genesene Covid-19-Patienten mit Antikörpern vor einer zweiten Coronavirus-Infektion geschützt sind.

11.03 Uhr - Die Fluggesellschaft Etihad aus Abu Dhabi teilt mit, dass sie Passagierflügen bis zum 15. Mai aussetzt. Ursprünglich wollte die Airline ab dem 1. Mai solche Flüge teilweise wieder aufnehmen.

09.30 Uhr - In Deutschland ist die Zahl der Corona-Infektionen nach Angaben des Robert-Koch-Instituts binnen eines Tages um 2055 auf 152.438 gestiegen. Zudem seien weitere 179 Menschen gestorben, insgesamt liege die Totenzahl damit bei 5500. Etwa 109.800 an Covid-19 Erkrankte seien inzwischen genesen, das sei ein Plus von ungefähr 3000 im Vergleich zum Vortag.

07.30 Uhr - In Usbekistan dürfen bestimmte Geschäfte und Branchen, die wochenlang schließen mussten, heute wieder öffnen. Dazu zählen etwa Einzelhändler, die Baumaterialen, Autoteile oder Saatgut anbieten, aber auch Reinigungen, Versicherer und Notare, wie die staatliche Nachrichtenagentur Uza meldet. Die Regierung hat zudem angekündigt, schrittweise bald auch Abstandsregeln und andere Vorschriften zur Eindämmung des Coronavirus zu lockern. Die Corona-Fallzahlen waren bis Mitte April in Usbekistan angestiegen, zuletzt wurde aber ein Rückgang bei Neuinfektionen ausgemacht. Offiziell wurden bislang 1804 Fälle bestätigt, acht Menschen starben. 621 haben sich erholt.

05.32 Uhr - Auf einem in Japan ankernden italienischen Kreuzfahrtschiff wurden Medienberichten zufolge weitere 57 Besatzungsmitglieder positiv auf das Corona-Virus getestet. Damit sind rund ein Viertel der 623 Crew-Mitglieder infiziert, berichtet der Sender NHK. Das Schiff liegt seit Februar zur Reparatur und Wartung in Japan, nachdem die Pandemie eine planmäßige Überprüfung in China verhindert hatte. Die Behörden von Nagasaki hatten das Schiff bei der Ankunft unter Quarantäne gestellt.

03.29 Uhr - China meldet für Freitag zwölf neue Coronavirus-Infektionen. Das seien doppelt so viele wie am Vortag, wie aus Daten der Nationalen Gesundheitskommission am Samstag hervorgeht. Von den neuen Fällen seien elf importiert worden. Die Gesamtzahl der offiziell bestätigten Fälle in China beträgt nunmehr 82.816. Die Zahl der Todesopfer blieb mit 4632 unverändert.

02.28 Uhr - Der Autobauer Volkswagen wird wegen der anhaltenden Coronavirus-Pandemie den Betrieb an zwei Produktionsstandorten in Mexiko bis mindestens 18. Mai aussetzen. Das gab es Unternehmen am Freitag (Ortszeit) in Mexiko bekannt. VW macht nicht nur eine sinkende Nachfrage, sondern auch eine gestörte Lieferkette zu schaffen.

01.05 Uhr - Großbritannien will herauszufinden, ob das Blutplasma von geheilten Covid-19-Patienten einen erfolgversprechenden Therapieansatz bildet. Bis zu 5000 schwerkranke Patienten mit Covid-19 könnten bald wöchentlich mit Plasma als Teil eines neuen Ansatzes zur Behandlung des Virus behandelt werden, teilt das Gesundheitsministerium in London mit. “Ich habe die Hoffnung, dass diese Behandlung ein wichtiger Meilenstein in unserem Kampf gegen diese Krankheit sein wird”, sagt Gesundheitsminister Matt Hancock. Sogenanntes Rekonvaleszenzplasma wurde während des Sars-Ausbruchs 2002 bis 2004 als wirksame Behandlung eingesetzt. (Zusammengestellt von der Reuters-Redaktion in Berlin. Bei Rückfragen wenden Sie sich an die Redaktionsleitung unter der Telefonnummer +49 30 2888 5168.)

0 : 0
  • narrow-browser-and-phone
  • medium-browser-and-portrait-tablet
  • landscape-tablet
  • medium-wide-browser
  • wide-browser-and-larger
  • medium-browser-and-landscape-tablet
  • medium-wide-browser-and-larger
  • above-phone
  • portrait-tablet-and-above
  • above-portrait-tablet
  • landscape-tablet-and-above
  • landscape-tablet-and-medium-wide-browser
  • portrait-tablet-and-below
  • landscape-tablet-and-below