May 17, 2020 / 2:43 PM / 11 days ago

VIRUS-TICKER-US-Gesundheitsminister - Kein Anstieg von Infektionen nach Lockerungen

17. Mai (Reuters) - Das neuartige Coronavirus breitet sich weiter aus. Es folgen aktuelle Entwicklungen:

15.30 Uhr - Amerikanische Behörden haben nach Angaben von US-Gesundheitsminister Alex Azar keine Zunahme von Infektionen an Orten registriert, an denen die Corona-bedingten Einschränkungen gelockert wurden. Häufungen von Ansteckungen gebe es nur in einigen lokal begrenzten Gebieten, sagt er dem Sender CNN.

15.10 Uhr - Der Tourismusbeauftragte der Bundesregierung, Thomas Bareiß, rechnet damit, dass Sommerurlaub in europäischen Ländern möglich sein wird. “Die Chancen stehen gut, dass wir unsere Sommerferien nicht nur im Inland, sondern auch im europäischen Ausland verbringen können”, sagt er der “Stuttgarter Zeitung” und den “Stuttgarter Nachrichten”.

15.03 Uhr - Indiens Katastrophenschutz-Behörde NDMA fordert eine Verlängerung der Kontakt- und Bewegungssperren bis zum 31. Mai. Bislang sollten sie an diesem Sonntag auslaufen. Die Einschränkungen gelten seit dem 25. März.

14.35 Uhr - In Ägypten müssen während des sechstägigen muslimischen Festes des Fastenbrechens vom 24. Mai an Geschäfte, Restaurants und Parks schließen. Zudem gelten ab dem Tag die nächtlichen Ausgangssperren bereits ab 17.00 Uhr, kündigt Ministerpräsident Mostafa Madbouly an. Derzeit gilt die Ausgangssperre von 21.00 bis 06.00 Uhr.

14.00 Uhr - In Madagaskar wird der erste Coronavirus-Tote registriert. Es handelt sich um einen 57 Jahre alten Krankenpfleger mit Vorerkrankungen, teilen Behörden mit.

13.01 Uhr - In der chinesischen Millionen-Metropole Jilin werden nach neuen Seuchen-Fällen die Vorbeuge-Maßnahmen verschärft. Der Distrikt Fengman der Kommune ordnet die Schließung aller Geschäfte an, ausgenommen der Lebensmitteleinzelhandel. In Fengman - von Behörden als Hochrisiko-Zone eingestuft - sind drei neue Infektionen registriert worden. Der Gesundheitsberater der Regierung, Zhong Nanshan, warnt, das Risiko einer zweiten Welle bleibe bestehen.

11.55 Uhr - Die Kulturbeauftragte der Bundesregierung will Kinos den Zugang zu einem staatlichen Fördertopf erleichtern, der 17 Millionen Euro umfasst. Es solle ein höherer Staatsanteil bei der Förderung möglich werden, sagt Monika Grütters. Das Geld könne vor allem für bauliche Maßnahmen verwendet werden, um die Gesundheitsvorgaben einzuhalten. “Die Kinos werden auf absehbare Zeit nicht zu einem Normalbetrieb zurückkehren können und von den Schließungen länger betroffen sein als andere Bereiche.”

11.10 Uhr - In Spanien ist die Zahl der neuen Virus-Todesfälle erstmals seit zwei Monaten unter 100 gefallen. Binnen 24 Stunden seien 87 weitere Menschen in Zusammenhang mit dem Coronavirus gestorben, teilt das Gesundheitsministerium mit. Insgesamt seien 27.650 Menschen gestorben. Die Zahl der bestätigten Infektionsfälle stieg um 652 auf 231.350.

10.54 Uhr - Der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Armin Laschet spricht sich für weitere Grenzöffnungen aus. “Offene Grenzen sind der Kern der europäischen Identität”, sagt der CDU-Politiker der österreichischen Zeitung “Presse am Sonntag”. “Spätestens im Juni muss der gesamte Binnenmarkt wiederhergestellt sein.”

10.40 Uhr - Die Wirtschaft in Großbritannien hat nach Einschätzung des unabhängigen Expertengremiums OBR wohl das Schlimmste hinter sich, wird sich aber voraussichtlich nur langsam von der Corona-Krise erholen. Es sei nicht zu erwarten, dass die Wirtschaft sich rasch wieder so bis zum Jahresende entwickeln werde, wie man das ohne Pandemie prognostiziert hätte, sagt der Chef des Office for Budget Responsibility (OBR), Robert Chote, dem Sender BBC.

09.40 Uhr - In Russland ist die Zahl der Neuinfektionen wieder gestiegen. Binnen 24 Stunden seien 9709 neue Ansteckungsfälle registriert worden, teilt die Coronavirus-Arbeitsgruppe mit. Am Samstag waren es noch 9200 gemeldete Neuinfektionen nach rund 10.600 am Freitag. Insgesamt wurden bislang 281.752 Infektionen nachgewiesen. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus stiegt um 94 auf 2631. Nach den USA hat Russland die meisten Infektionen weltweit gemeldet.

08.35 Uhr - In China meldet die nationale Gesundheitsbehörde fünf Neuinfektionen, am Vortag waren es acht. In zwei Fällen seien aus dem Ausland Einreisende positiv getestet worden. Die drei anderen Ansteckungsfälle seien in der Stadt Jilin im Nordosten des Landes registriert worden. Dort würden nun die Kontrollen verschärft. Insgesamt stieg die Zahl der Infektionen auf 82.947. 4634 Menschen starben im Zusammenhang mit dem Coronavirus.

05.54 Uhr - In Deutschland gibt es inzwischen 174.355 registrierte Infektionen. Das ist nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) ein Anstieg von 583 Ansteckungen im Vergleich zum Vortag. Die Zahl der Covid-19-Todesfälle steigt demnach um 33 auf 7914.

02.22 Uhr - Das Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV) äußert sich besorgt über die Proteste gegen die staatlichen Corona-Maßnahmen. “Wir sehen einen Trend, dass Extremisten, insbesondere Rechtsextremisten, das Demonstrationsgeschehen instrumentalisieren”, sagt BfV-Präsident Thomas Haldenwang der Zeitung “Welt am Sonntag”. “Es besteht die Gefahr, dass Rechtsextremisten sich mit ihren Feindbildern und staatszersetzenden Zielen an die Spitze der Corona-Demonstrationen stellen, die aktuell mehrheitlich von verfassungstreuen Bürgern durchgeführt werden.” Extremisten könnten die aktuelle Lage genauso nutzen wie in der Flüchtlingskrise.

01.51 Uhr - In Brasilien gibt das Gesundheitsministerium 14.919 Neuinfektionen bekannt. Damit steigt die Zahl der registrierten Ansteckungen auf 233.142. Das ist das vierthöchste Niveau weltweit. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit der Viruserkrankung wächst um 816 auf 15.633.

00.44 Uhr - Die EU-Kommission warnt vor russischen Desinformationskampagnen in der Coronakrise. “Unsere Beobachtungen zeigen, dass verschiedene offizielle und staatlich unterstützte Quellen aus Russland – das heißt kremlfreundliche Quellen und russische Staatsmedien – weiterhin Verschwörungstheorien und Desinformationen in der EU und ihren Nachbarländern verbreiten”, sagt der EU-Kommissionssprecher für Außenbeziehungen, Peter Stano, der Zeitung “Bild am Sonntag”. Ziel der Kampagnen sei es, die Glaubwürdigkeit der EU und der Mitgliedstaaten sowie die Krisenbewältigung infrage zu stellen und “das Vertrauen der Öffentlichkeit in die heimischen Behörden zu untergraben”. Es sei “möglicherweise mit erheblichen Auswirkungen auf die öffentliche Gesundheit” zu rechnen. (Zusammengestellt von der Reuters-Redaktion in Berlin. Bei Rückfragen wenden Sie sich an die Redaktionsleitung unter der Telefonnummer +49 30 2888 5168)

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