May 3, 2020 / 4:45 PM / a month ago

VIRUS-TICKER-WHO - Teile der Welt kehren vorsichtig zur Normalität zurück

03. Mai (Reuters) - Das Coronavirus breitet sich weiter aus. Es folgen aktuelle Entwicklungen:

18.30 Uhr - Teile der Welt kehren nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation WHO vorsichtig zur Normalität zurück. Es sei möglich, die Krankheit unter Kontrolle zu bringen und zu beginnen, ein normales soziales und wirtschaftliches Leben wieder aufzunehmen, sagt WHO-Direktor Mike Ryan Reuters.

18.14 Uhr - Bundesgesundheitsminister Jens Spahn gesteht einen Rechenfehler bei der Zahl der akut Infizierten ein. Er habe bei einer Berechnung um 6000 daneben gelegen, sagt Spahn in der ARD-Sendung “Bericht aus Berlin”. Dies habe für Verwirrung gesorgt.

17.40 Uhr - Jordanien hebt alle ökonomischen Beschränkungen auf, um die Wirtschaft wieder in Gang zu bringen. Seit zwei Wochen hat das Land Schritt für Schritt Einschränkungen gelockert.

14.30 Uhr - Der Flughafen Wien bietet ab Montag Coronavirus-Tests an, um die bei Einreise in Österreich sonst übliche 14-tägige Quarantäne zu vermeiden. Passagiere können bei Ankunft für 190 Euro auf das Virus getestet werden, teilt der Flughafen mit. Das Ergebnis soll innerhalb von zwei bis drei Stunden vorliegen. Sollte es negativ ausfallen, ist keine Quarantäne notwendig. Bislang müssen Einreisende entweder einen negativen Corona-Befund vorweisen, der nicht älter als vier Tage ist, oder sich für zwei Wochen isolieren.

13.30 Uhr - In Israel beginnt nach sechs Wochen der Schulbetrieb teilweise wieder. Viele Eltern lassen ihre Kinder auch auf Anraten von Gemeinden dennoch zu Hause, weil sie der Regierung vorwerfen, den Schulbeginn nicht gut genug vorbereitet zu haben. Dem Bildungsministerium zufolge erschienen etwa 60 Prozent. Die ersten drei Klassen der Grundschule und die letzten beiden Klassen der Highschool dürfen seit Sonntag wieder zum Unterricht. In Israel waren die Infektionszahlen zuletzt rückläufig. Das Land meldete insgesamt über 16.000 Infektionen und 230 Todesfälle.

12.46 Uhr - Bundesentwicklungsminister Gerd Müller (CSU) bezeichnet die Coronakrise als “Weckruf an die Menschheit, mit Natur und Umwelt anders umzugehen”. “Der Immer-Weiter-Schneller-Mehr-Kapitalismus der letzten 30 Jahren muss aufhören”, sagt Müller der Zeitung “Rheinische Post” (Montagausgabe) laut Vorabbericht. “Ein Auslöser der Pandemie liegt auch am Raubbau an der Natur, in der Rodung der Regenwälder. Deswegen müssen wir umdenken und können nicht einfach zur Normalität der Globalisierung zurückkehren.”

11.30 Uhr - Bundesaußenminister Heiko Maas ruft China zu Transparenz in der Coronakrise auf. “Die ganze Welt hat ein Interesse, dass der genaue Ursprung des Virus geklärt wird”, sagt der SPD-Politiker den Zeitungen der Funke Mediengruppe. “Fundierte Antworten darauf muss aber die Wissenschaft geben, nicht die Politik. China kann hier unter Beweis stellen, wie transparent es mit dem Virus tatsächlich umgehen will.”

11.18 Uhr - In Spanien steigt die Zahl der gestorbenen Infizierten um 164 auf 25.264, wie das Gesundheitsministerium bekanntgibt. Das ist der niedrigste Zuwachs seit dem 18. März. Die Zahl der Infektionen legt um 884 auf 217.466 zu.

11.07 Uhr - Im Iran sollen Moscheen und Schulen in bestimmten Regionen ab Montag wieder öffnen. Das kündigt Präsident Hassan Ruhani in einer im Fernsehen übertragenen Ansprache an. Betroffen sind Ortschaften und Städte, die als frei vom Coronavirus gelten. Nach offiziellen Angaben wurden bislang in dem Land 96.448 Infektionen registriert und 6156 Todesfälle.

10.54 Uhr - In Russland gibt es nach Auskunft der Behörden erneut einen Rekord bei den Neuinfektionen. Diese belaufen sich demnach in den vergangenen 24 Stunden auf 10.633. Damit steigt die Gesamtzahl auf 134.686 Fälle. Die Totenzahl legt um 58 zu auf 1280.

10.48 Uhr - In Japan signalisiert die Regierung eine Lockerung bestimmter Beschränkungen. Möglich sei eine Wiedereröffnung von Parks und Museen, sagt Wirtschaftsminister Yasutoshi Nishimura vor der Presse. Voraussetzung seien allerdings entsprechende Schutzvorkehrungen.

08.50 Uhr - Südkorea kündigt weitere Lockerungen der Kontaktsperren ab Mittwoch an. So sollen Fabriken stufenweise wieder geöffnet werden. Außerdem seien Versammlungen und Veranstaltungen wieder erlaubt, sofern Desinfektionsvorgaben erfüllt werden, sagt Ministerpräsident Chung Sye Kyun bei einem im Fernsehen übertragenen Treffen mit Regierungsvertretern. Das Land habe den Virusausbruch größtenteils unter Kontrolle gebracht.

05.30 Uhr - In Deutschland ist die Zahl der festgestellten Infektionen um 793 auf 162.496 gestiegen, wie das Robert-Koch-Institut (RKI) mitteilt. Die Zahl der Covid-19-Todesfälle legt um 74 auf 6649 zu.

04.50 Uhr - Die Präsidentin des Verbandes der Automobilindustrie (VDA) dringt vor dem Autogipfel am Dienstag auf eine schnelle Entscheidung der Politik über mögliche Kaufprämien. “Es muss zeitnah politisch entschieden werden, damit es eine Klarheit im Markt gibt”, sagte Hildegard Müller “Welt am Sonntag”. “Mir wäre dafür Mai oder Anfang Juni lieber als September oder Oktober.” Es gebe derzeit eine “doppelte Zurückhaltung” der potenziellen Autokäufer. Sie seien nicht nur durch die Corona-Krise verunsichert. “Sobald eine Debatte stattfindet, ob der Staat mit einer Kaufprämie hilft, warten die Verbraucher natürlich ab, bis die Prämie tatsächlich kommt”, sagte Müller. Der Verband wünsche sich eine “breite Förderung” nicht nur von Elektro- und Hybrid-Autos, sondern auch von Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor.

04.20 Uhr - Aufgrund der Corona-Krise steigt einem Medienbericht zufolge die Verschuldung vieler Deutscher. Verbraucher, die im März einen Kredit über die Vergleichsplattform Verivox abgeschlossen haben, nahmen im Schnitt 15.676 Euro auf, wie “Welt am Sonntag” berichtet. Im Februar – vor Ausbruch der Krise – lag der durchschnittliche Kreditbetrag noch bei 14.588 Euro. Damit stieg das Kreditvolumen binnen eines Monats um 7,5 Prozent. Gegenüber dem Vorjahresmonat fällt der Anstieg sogar noch deutlicher aus: elf Prozent. Der durchschnittliche Kreditbetrag stieg dabei in allen Einkommensgruppen. Vor allem aber bei Menschen mit einem monatlichen Nettoeinkommen von mehr als 5000 Euro. Sie liehen sich im Schnitt 26.864 Euro, der Anstieg betrug 40 Prozent. Bei Kunden, die 4000 bis 5000 Euro im Monat zur Verfügung haben, legte die Verschuldung um 17 Prozent zu. Kreditnehmer mit einem Nettoeinkommen zwischen 1000 und 2000 Euro liehen sich im März 2020 durchschnittlich 12.086 Euro: 3,5 Prozent mehr als im Vorjahr.

03.50 Uhr - China meldet zwei neue Coronavirus-Fälle nach nur einem am Tag zuvor. Laut Angaben der nationalen Gesundheitskommission trat die Krankheit sowohl bei einem Einreisenden als auch bei einem Einheimischen auf. Die Gesamtzahl der bestätigten Infektionen beläuft sich damit auf 82.877. Die Zahl der Todesopfer stagniert bei 4633.

02.40 Uhr - Außenminister Heiko Maas Bundesaußenminister Heiko Maas bekräftigt seine Warnung vor einer voreiligen Wiederaufnahme des Reiseverkehrs. “Wenn Leute nicht nur wieder ins Ausland fliegen können, sondern auch mit hinreichender Sicherheit zurückkommen, dann können wir die Reisewarnung schrittweise zurückfahren”, sagte der SPD-Politiker den Zeitungen der “Funke Mediengruppe”. “Es darf dabei aber keine Schnellschüsse geben. Wir können und werden im Sommer nicht noch einmal eine Viertelmillion Menschen aus dem Urlaub zurückholen.” Maas stellte aber in Aussicht, die Reisewarnung für einige Länder schneller zurückzunehmen als für andere. Manche Staaten ‘konnten den Ausbruch früh durch drastische Maßnahmen eindämmen und fürchten, sich das Virus wieder ins Land zu holen, wenn sie die Grenzen öffnen’, sagte er. “Auch deshalb will ich nicht ausschließen, dass es zu differenzierten Lösungen kommt.” Die Grenzen in Europa dürften ‘keinen Tag länger als nötig’ geschlossen bleiben, betonte Maas.

02.20 Uhr - In Mexiko ist die Zahl der Infektionen innerhalb von 24 Stunden um 1349 auf 22.088 gestiegen. Das teilt das Gesundheitsministerium des Landes mit. Die Zahl der Todesopfer erhöhte sich um 89 auf 2061.

01.00 Uhr - Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) hat ich gegen eine vorschnelle Wiederaufnahme des Reisebetriebes zwischen Deutschland und Österreich ausgesprochen. “Solange das Virus keinen Urlaub macht, müssen auch wir uns mit unseren Reiseplänen beschränken – so verständlich der Wunsch für die Menschen und die Tourismusbranche auch ist. Der Infektionsschutz gibt da den Zeitplan vor”, sagte Seehofer zu “Bild am Sonntag”. Ob und wann wieder Urlaub gemacht werden könne, hänge vom Infektionsgeschehen ab. “Niemand will die Bewegungsfreiheit der Bürger länger einschränken als unbedingt nötig. Aber leichtsinnige Öffnungen, die später in Gestalt erhöhter Ansteckungszahlen zurückschlagen, helfen niemandem.” Der österreichische Kanzler Sebastian Kurz hält eine baldige Öffnung der Grenzen zu Deutschland für möglich. Sein Land hofft auf deutsche Touristen spätestens in den Sommerferien.

00.40 Uhr - In Brasilien ist die Zahl der Infektionen innerhalb von 24 Stunden um 4970 auf 95.559 gestiegen. Das teilt das Gesundheitsministerium des Landes mit. Die Zahl der Todesopfer erhöhte sich um 421 auf 6750.

00.26 Uhr - Die SPD kann in der Wählergunst nicht von ihrem Krisenmanagement in der Coronavirus-Pandemie profitieren. Im Sonntagstrend, den das Umfrageinstitut Kantar für “Bild am Sonntag” erhebt, verlieren die Sozialdemokraten einen Punkt im Vergleich zur Vorwoche und kommen nun auf 15 Prozent. Sie sind damit wieder gleichauf mit den Grünen, die ebenfalls bei 15 Prozent landen. Die Union verliert zwar einen Prozentpunkt, ist aber trotzdem klar stärkste Partei. Sie kommt auf 37 Prozent und liegt damit 22 Prozentpunkte vor ihrem Koalitionspartner. Die AfD setzt ihren Erholungskurs fort und kommt nun auf zwölf Prozent (plus ein Prozentpunkt), die Linkspartei bleibt bei neun Prozent, die FDP liegt stabil bei sechs Prozent.

00.00 Uhr - Die Bundesregierung rechnet nicht mit Zuschüssen zur Bundesagentur für Arbeit trotz rund zehn Millionen angemeldeter Kurzarbeiter. “Aus der Finanzkrise wissen wir, dass nur ein Teil der zur Kurzarbeit Angemeldeten diese dann auch wirklich in Anspruch nimmt”, sagt Kanzleramtsminister Helge Braun der “Welt am Sonntag”. Die Regierung könne zwar nicht ausschließen, dass die Rücklagen der Bundesagentur in diesem Jahr aufgebraucht werden. “Aber noch habe ich den Optimismus, dass sie reichen.” (Zusammengestellt von der Reuters-Redaktion in Berlin. Bei Rückfragen wenden Sie sich an die Redaktionsleitung unter der Telefonnummer +49 30 2888 5168)

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